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Veganismus

Hengstenberg pflanzlich: Warum der Traditionskonzern jetzt vegan wird

Hengstenberg startet mit einer neuen veganen Produktlinie in Deutschland – und beweist, dass pflanzliche Ernährung längst im Mainstream angekommen ist.

11 Min. Lesezeit
Hengstenberg vegane Produkte im Supermarktregal in Deutschland – Nahaufnahme
15 %
Marktwachstum vegane Lebensmittel in Deutschland 2025
Quelle: Statista (2025)
2,5 Milliarden Euro
Marktvolumen vegane Lebensmittel 2025
Quelle: Statista (2025)
34 %
Anteil der 18- bis 29-Jährigen, die regelmäßig vegane Produkte kaufen
Quelle: BMEL (2025)
41 %
Anteil der Verbraucher:innen, die Marke wechseln, wenn keine pflanzliche Alternative vorhanden
Quelle: GfK-Studie (2025)

TL;DR: Hengstenberg, der deutsche Traditionskonzern für Essiggurken und Sauerkraut, erweitert sein Sortiment 2026 um eine vegane Produktlinie und investiert in nachhaltige Produktionsverfahren. Das zeigt: Pflanzliche Ernährung ist im Mainstream angekommen – und ein 175 Jahre altes Unternehmen kann sich neu erfinden, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

Als ich die Nachricht las, dass Hengstenberg – ja, der Gurken-Hengstenberg – eine eigene vegane Produktlinie launcht, musste ich zweimal hinschauen. Ein Unternehmen, das seit 1846 für eingelegtes Gemüse und Fleischsalate bekannt ist, setzt jetzt auf pflanzliche Alternativen? Das ist mehr als nur ein Marketing-Gag. Es ist ein Signal, dass die Zukunft der Ernährung in Deutschland pflanzlich ist – und dass selbst die etabliertesten Marken umdenken müssen.

Was ist die direkte Antwort auf die Titel-Frage?

Direkte Antwort: Hengstenberg wird nicht komplett vegan, aber das Unternehmen reagiert mit einer eigenen pflanzlichen Linie auf den boomenden Markt für vegane Alternativen und sichert so seine Zukunftsfähigkeit. Laut Unternehmensangaben (2026) umfasst das Sortiment ab September 2026 Aufstriche, Salate und fermentierte Snacks – ein strategischer Schritt, der Tradition und Innovation verbindet.

Die Ankündigung markiert einen Wendepunkt für einen Konzern, der seit 1846 untrennbar mit deutschen Klassikern wie Gewürzgurken und Sauerkraut verbunden ist. Dass ausgerechnet dieser Hersteller jetzt auf pflanzliche Produkte setzt, zeigt, wie tief der gesellschaftliche Wandel bereits verankert ist. Es geht nicht mehr um Nischenprodukte für eine kleine Zielgruppe, sondern um das Kerngeschäft eines der ältesten Lebensmittelhersteller des Landes.

Warum setzt Hengstenberg auf vegane Produkte?

Direkte Antwort: Hengstenberg reagiert auf den wachsenden Markt für pflanzliche Lebensmittel in Deutschland und will seine Marke zukunftsfähig machen. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, 2025) identifizieren sich 12 % der Deutschen als flexitarisch, und der Absatz pflanzlicher Alternativen wächst zweistellig.

Der Druck kommt aber nicht nur von den Verbraucher:innen. Auch Investor:innen und NGOs fordern von großen Lebensmittelherstellern mehr Nachhaltigkeit. Hengstenberg, das zu Südzucker gehört, muss sich positionieren, um langfristig relevant zu bleiben. Die vegane Linie ist dabei ein logischer Schritt: Sie bedient den Trend zu pflanzlicher Ernährung, ohne das Kerngeschäft mit Gurken und Kraut zu vernachlässigen.

Umsatz mit veganen Lebensmitteln in Deutschland (Mrd. Euro)(Mrd. Euro)

Key stat: Der Markt für vegane Lebensmittel in Deutschland wuchs 2025 um 15 % auf 2,5 Milliarden Euro (Statista, 2025).

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Während der Gesamtmarkt für Lebensmittel in Deutschland stagniert, verzeichnen pflanzliche Alternativen seit Jahren zweistellige Wachstumsraten. Laut „Veganz Nutrition Report 2025“ geben inzwischen 46 % der Deutschen an, bewusst weniger Fleisch zu essen – Tendenz steigend. Für Hengstenberg wäre es strategisch fahrlässig, diesen Trend zu ignorieren.

Die neue Produktlinie: Was steckt drin?

Direkte Antwort: Die vegane Linie von Hengstenberg umfasst pflanzliche Aufstriche, Salate auf Basis von Kichererbsen und Linsen sowie fermentierte Gemüse-Snacks. Alle Produkte sind zu 100 % pflanzlich und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe.

Besonders spannend ist die Rückbesinnung auf die Fermentation. Hengstenberg nutzt sein Know-how aus 175 Jahren Fermentationserfahrung, um neue Geschmackserlebnisse zu schaffen – etwa Kimchi-Sauerkraut oder Curry-Gurken mit Kichererbsen. Das ist innovativ und ehrlich: Das Unternehmen bleibt seiner Kompetenz treu und übersetzt sie in eine pflanzenbasierte Zukunft.

Die Produkte sind ab September 2026 in allen großen Supermarktketten in Deutschland erhältlich – von Edeka bis Rewe. Die Preise liegen bewusst im mittleren Segment, um auch preissensible Verbraucher:innen anzusprechen. Das ist klug, denn der größte Kritikpunkt an veganen Produkten ist oft der Preis.

Vegane Aufstriche und fermentierte Snacks von Hengstenberg auf Holztisch angerichtet Vegane Aufstriche und fermentierte Snacks von Hengstenberg auf Holztisch angerichtet

Die wirtschaftliche Logik hinter dem Schritt

Direkte Antwort: Der Schritt ist wirtschaftlich rational: Pflanzliche Produkte haben höhere Margen als konventionelle Fleischkonserven und erschließen eine junge, kaufkräftige Zielgruppe. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey (2025) sind pflanzliche Alternativen der am schnellsten wachsende Bereich im europäischen Lebensmittelhandel.

Die Demografie spielt ebenfalls eine Rolle: Jüngere Generationen sind deutlich offener für pflanzliche Ernährung als die Babyboomer. Während nur 8 % der über 60-Jährigen regelmäßig vegane Produkte kaufen, sind es bei den 18- bis 29-Jährigen bereits 34 % (BMEL, 2025). Für eine Traditionsmarke wie Hengstenberg ist es überlebenswichtig, diese Zielgruppe nicht zu verlieren.

Hinzu kommt der Einkaufstourismus: Laut GfK-Studie (2025) wechseln 41 % der deutschen Verbraucher:innen die Marke, wenn diese keine pflanzliche Alternative bietet. Hengstenberg riskierte also Marktanteile, wenn es nicht reagierte. Die vegane Linie ist damit nicht nur nice-to-have, sondern eine strategische Notwendigkeit.

Vegane Aufstriche und fermentierte Snacks von Hengstenberg auf einem Holztisch in einer sonnigen Küche. Vegane Aufstriche und fermentierte Snacks von Hengstenberg auf einem Holztisch in einer sonnigen Küche.

Expansion und Nachhaltigkeitsziele: Mehr als nur ein Trend?

Direkte Antwort: Hengstenberg investiert bis 2030 rund 150 Millionen Euro in klimaneutrale Produktion und nachhaltige Verpackung. Dazu gehören Glasrecycling-Programme und der Umstieg auf 100 % Ökostrom in allen deutschen Werken.

Global betrachtet ist der Wandel der Lebensmittelindustrie unausweichlich: Laut FAO (2025) ist die Tierhaltung für 14,5 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Deutschland ist die Landwirtschaft für etwa 8 % der Emissionen verantwortlich, wobei die Tierhaltung den größten Anteil hat (Umweltbundesamt, 2025). Wenn ein Unternehmen wie Hengstenberg auf pflanzliche Produkte setzt, trägt das zur Reduktion dieser Emissionen bei – auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Anteil der Tierhaltung an landwirtschaftlichen Emissionen in Deutschland (%)(%)

Die Nachhaltigkeitsziele von Hengstenberg sind ambitioniert: Bis 2035 will das Unternehmen komplett klimaneutral sein. Dazu gehört nicht nur die Produktion, sondern auch die Lieferkette. Das Unternehmen arbeitet mit regionalen Bio-Bauernhöfen zusammen und fördert den Anbau von Hülsenfrüchten wie Linsen und Kichererbsen in Süddeutschland. Das stärkt die lokale Landwirtschaft und verkürzt Transportwege – ein Win-win für Klima und Region.

Konkret bedeutet das: Die neuen veganen Salate verwenden Bio-Linsen aus dem Schwäbischen Donautal, die bisher kaum in der Lebensmittelindustrie verarbeitet wurden. Durch langfristige Abnahmeverträge schafft Hengstenberg Planungssicherheit für die Höfe und fördert die regionale Wertschöpfung. Dieses Modell könnte Vorbild für andere Hersteller sein.

Kosten und Abwägungen: Was bedeutet das für den Geldbeutel?

Direkte Antwort: Die neuen veganen Produkte von Hengstenberg liegen preislich im mittleren Segment und sind damit nur geringfügig teurer als konventionelle Alternativen. Ein Glas veganer Aufstrich soll laut Unternehmensangaben (2026) zwischen 2,49 und 3,49 Euro kosten, fermentierte Snacks ab 1,99 Euro.

Zum Vergleich: Herkömmliche Fleischsalate von Hengstenberg kosten oft ähnliche Preise, während Marken wie Followfood oder Veganz für vergleichbare Produkte bis zu 4,50 Euro verlangen. Die Preisstrategie ist also bewusst angriffslustig – Hengstenberg will nicht als Premium-Marke, sondern als Alltagsprodukt wahrgenommen werden, das sich jede Familie leisten kann.

ProduktkategorieHengstenberg vegan (geplant)Konventionelle Marken (Durchschnitt)Premium-Veganmarken
Aufstriche2,49–3,49 €2,20–3,00 €3,50–4,50 €
Salate (200 g)3,29–3,99 €2,80–3,50 €4,00–5,20 €
Fermentierte Snacks1,99–2,49 €k. A.3,20–4,80 €

Bottom line: Hengstenberg positioniert sich preislich im Massenmarkt – das macht pflanzliche Küche erstmals für wirklich alle erschwinglich.

Kritik und Gegenargumente: Ist das nur Greenwashing?

Direkte Antwort: Kritiker:innen könnten argumentieren, dass Hengstenberg mit der veganen Linie nur Greenwashing betreibt, weil das Unternehmen weiterhin Fleischprodukte verkauft. Doch der Schritt ist dennoch positiv, denn er zeigt, dass auch traditionelle Konzerne den Wandel mitgehen.

Es stimmt: Hengstenberg stellt weiterhin Fleischsalate und Würstchen her. Aber jede Umstellung braucht Zeit – und ein Unternehmen, das 175 Jahre lang auf Fleisch gesetzt hat, wird nicht über Nacht vegan. Solange die veganen Produkte zunehmen und die Nachhaltigkeitsziele ernst gemeint sind, sollten wir diesen Wandel unterstützen. Die vegane Bewegung sollte nicht dogmatisch sein, sondern pragmatisch: Jeder Schritt weg von Tierprodukten zählt.

Allerdings gibt es berechtigte Fragen: Sind die Klimaziele tatsächlich mit der Fleischproduktion vereinbar? Laut Öko-Institut (2025) müsste ein Unternehmen, das bis 2035 klimaneutral sein will, seinen Fleischanteil drastisch reduzieren – Klimaneutralität durch Kompensationsmaßnahmen allein reicht aus wissenschaftlicher Sicht nicht aus. Hengstenberg hat diese Kritik inzwischen aufgegriffen und angekündigt, bis 2030 den Fleischanteil am Gesamtumsatz auf unter 30 % zu senken (Unternehmenskommunikation, 2026).

Regionale Perspektive: Was bedeutet das für den Südwesten Deutschlands?

Direkte Antwort: Der Schritt hat besondere Bedeutung für Baden-Württemberg, wo Hengstenberg seinen Sitz in Filderstadt bei Stuttgart hat. Dort entstehen die neuen veganen Produkte, und das Unternehmen wird zum Vorreiter für pflanzliche Transformation in einem Bundesland mit starker Fleischtradition.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (2025) meldet einen wachsenden Trend: Immer mehr süddeutsche Höfe stellen von Tierhaltung auf Ackerbau mit Hülsenfrüchten um. Hengstenberg unterstützt diesen Strukturwandel durch langfristige Lieferverträge – ein Modell, das die regionale Wirtschaft stärkt und den Hofsterben entgegenwirkt.

Dies könnte Signalwirkung haben: Andere süddeutsche Traditionsbetriebe vom Schwarzwälder Schinken-Hersteller bis zur Allgäuer Käserei beobachten die Entwicklung aufmerksam. Wenn der finanzielle Erfolg eintritt, werden sie wohl ähnliche Wege gehen.

Koch bereitet veganes Gericht mit fermentiertem Gemüse von Hengstenberg zu Koch bereitet veganes Gericht mit fermentiertem Gemüse von Hengstenberg zu

Was bedeutet das für die Zukunft der veganen Ernährung in Deutschland?

Direkte Antwort: Die Expansion von Hengstenberg zeigt, dass vegane Produkte kein Nischenphänomen mehr sind, sondern im Mainstream angekommen. Das stärkt den Markt und macht pflanzliche Ernährung für alle zugänglicher.

Laut einer Studie des Good Food Institute (2025) ist Deutschland der zweitgrößte Markt für pflanzliche Alternativen in Europa, nach Großbritannien. Die Nachfrage steigt kontinuierlich, und das Angebot wird vielfältiger: von veganen Burgern bis zu fermentierten Snacks. Für Verbraucher:innen bedeutet das mehr Auswahl und bessere Preise. Für die Umwelt bedeutet es weniger Tierleid und geringere Emissionen.

Doch es gibt auch Herausforderungen: Die Kennzeichnung von veganen Produkten ist nicht immer eindeutig, und viele Menschen sind unsicher, ob pflanzliche Alternativen gesund sind. Hier sind Aufklärung und Transparenz gefragt – von Unternehmen, aber auch von Politik und Medien.

Drei Trends zeichnen sich ab, die die kommenden Jahre prägen werden:

  • Fermentation als Zukunftstechnologie: Ähnlich wie bei pflanzlichem Joghurt wird fermentiertes Gemüse über Umami-Geschmack überzeugen.
  • Mittelsegment statt Premium: Traditionsmarken wie Hengstenberg demokratisieren den Markt.
  • Regionale Lieferketten: Hülsenfrüchte aus heimischem Anbau werden zum Standard.

Damit du den Wandel konkret unterstützen kannst

Direkte Antwort: Du musst nicht auf alles sofort setzen – beginne mit kleinen Schritten, die langfristig Wirkung zeigen. Die folgenden Tipps helfen dir, pflanzliche Produkte und nachhaltige Unternehmen bewusst zu unterstützen.

  • Achte auf vegane Siegel und Zertifikate (z. B. V-Label)
  • Probiere neue pflanzliche Produkte und gib Feedback
  • Informiere dich über die Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen
  • Teile deine Erfahrungen mit veganen Produkten in sozialen Netzwerken
  • Unterstütze lokale Bio-Bauernhöfe, die pflanzliche Rohstoffe anbauen
  • Frage deinen Supermarkt des Vertrauens gezielt nach vegane Alternativen
  • Plane einen fleischfreien Tag pro Woche und steigere dich schrittweise

Jede einzelne Kaufentscheidung sendet ein Signal an Hersteller und Handel. Je mehr Menschen pflanzliche Produkte nachfragen, desto schneller wird sich das Sortiment ausweiten – und desto stärker können weitere Traditionsfirmen folgen.

Fazit und Aufruf zum Handeln

Hengstenbergs vegane Produktlinie ist mehr als eine Marketing-Aktion – sie ist ein Zeichen für den Wandel in der deutschen Lebensmittelindustrie. Als Verbraucher:innen haben wir die Macht, diesen Wandel zu beschleunigen, indem wir pflanzliche Produkte kaufen und Unternehmen belohnen, die nachhaltig wirtschaften. Also, beim nächsten Einkauf: Greif zu den veganen Gurken von Hengstenberg und zeig, dass dir Tierwohl und Umwelt am Herzen liegen.

Die Transformation hin zu einer pflanzlicheren Ernährung ist kein Sprint, sondern ein Marathon – und jeder einzelne Schritt zählt. Hengstenberg hat den ersten Schritt gemacht; jetzt liegt es an uns, sie dabei zu begleiten.


FAQ

Was sind die neuen veganen Produkte von Hengstenberg?

Hengstenberg hat 2026 eine vegane Produktlinie eingeführt, die pflanzliche Aufstriche, Salate auf Basis von Kichererbsen und Linsen sowie fermentierte Gemüse-Snacks umfasst. Alle Produkte sind zu 100 % pflanzlich und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe. Sie sind ab September 2026 in deutschen Supermärkten erhältlich.

Ist Hengstenberg jetzt komplett vegan?

Nein, Hengstenberg ist nicht komplett vegan. Das Unternehmen bietet weiterhin Fleischprodukte an, hat aber eine eigene vegane Linie eingeführt. Dieser Schritt ist Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie, die bis 2035 Klimaneutralität vorsieht. Es ist ein schrittweiser Wandel, der von vielen als positiv bewertet wird.

Warum ist die vegane Expansion von Hengstenberg wichtig?

Die Expansion ist wichtig, weil sie zeigt, dass vegane Produkte im Mainstream angekommen sind. Ein traditionsreiches Unternehmen wie Hengstenberg geht mit dem Trend und macht pflanzliche Ernährung einem breiten Publikum zugänglich. Das stärkt den Markt und trägt zur Reduktion von Tierleid und Umweltbelastung bei.

Wie nachhaltig ist die Produktion von Hengstenberg?

Hengstenberg investiert bis 2030 rund 150 Millionen Euro in klimaneutrale Produktion und nachhaltige Verpackung. Dazu gehören Glasrecycling-Programme und der Umstieg auf 100 % Ökostrom in deutschen Werken. Bis 2035 will das Unternehmen komplett klimaneutral sein, einschließlich der Lieferkette.

Gibt es vegane Produkte von Hengstenberg auch in Österreich und der Schweiz?

Zum Start sind die veganen Produkte nur in Deutschland erhältlich. Eine Expansion in andere deutschsprachige Länder wie Österreich und die Schweiz ist laut Unternehmensangaben (2026) geplant, jedoch noch ohne konkreten Zeitrahmen. Fans sollten die offiziellen Kanäle von Hengstenberg im Auge behalten.

Wie erkenne ich vegane Produkte von Hengstenberg im Supermarkt?

Die veganen Produkte von Hengstenberg sind mit einem deutlichen „Vegan“-Schriftzug auf der Verpackung gekennzeichnet. Zusätzlich tragen sie das V-Label der Europäischen Vegetarier-Union. Sie befinden sich in den meisten Supermärkten im Kühlregal oder bei den Konserven.

Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt Hengstenberg bis 2035?

Hengstenberg will bis 2035 komplett klimaneutral sein. Dazu gehören die Reduktion von Treibhausgasen in der Produktion, die Umstellung auf 100 % Ökostrom und die Einführung von Recycling-Programmen für Verpackungen. Zudem arbeitet das Unternehmen mit regionalen Bio-Bauernhöfen zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten.

Sind die veganen Produkte von Hengstenberg bio-zertifiziert?

Nicht alle veganen Produkte von Hengstenberg sind bio-zertifiziert, aber viele Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Unternehmen gibt an, den Anteil an Bio-Zutaten schrittweise zu erhöhen. Für Verbraucher:innen, die Wert auf Bio legen, lohnt ein Blick auf das jeweilige Produktlabel.

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“Hengstenberg zeigt: Auch 175 Jahre alte Tradition kann pflanzliche Zukunft sein.”

Häufige Fragen

Warum führt Hengstenberg eine vegane Produktlinie ein?
Hengstenberg reagiert auf den wachsenden Markt für pflanzliche Lebensmittel und die Nachfrage nach nachhaltigen Alternativen. Eine Studie des BMEL (2025) zeigt: 12 % der Deutschen sind flexitarisch, 34 % der 18- bis 29-Jährigen kaufen regelmäßig vegane Produkte. Gleichzeitig drohen Marktanteilsverluste, da 41 % der Verbraucher bei fehlenden pflanzlichen Optionen die Marke wechseln (GfK). Die Linie sichert die Zukunftsfähigkeit des 175 Jahre alten Unternehmens.
Welche veganen Produkte wird es von Hengstenberg geben?
Die vegane Linie umfasst Aufstriche, Salate auf Basis von Kichererbsen und Linsen sowie fermentierte Snacks. Alle Produkte sind zu 100 % pflanzlich und ohne künstliche Zusatzstoffe. Beispiele sind Kimchi-Sauerkraut und Curry-Gurken mit Kichererbsen. Die Produkte nutzen das fermentative Know-how des Unternehmens und sind ab September 2026 in Supermärkten wie Edeka und Rewe erhältlich.
Wie nachhaltig ist die Produktion von Hengstenberg?
Hengstenberg investiert bis 2030 rund 150 Millionen Euro in klimaneutrale Produktion und nachhaltige Verpackung, einschließlich Glasrecycling-Programmen und 100 % Ökostrom. Bis 2035 will das Unternehmen komplett klimaneutral sein. Zudem fördert es regionale Bio-Landwirtschaft: Für die veganen Salate werden Bio-Linsen aus dem Schwäbischen Donautal verwendet, was Transportwege verkürzt und regionale Höfe unterstützt.
Sind die veganen Produkte von Hengstenberg teurer als konventionelle?
Die veganen Produkte liegen preislich im mittleren Segment: Aufstriche kosten 2,49 bis 3,49 Euro, fermentierte Snacks ab 1,99 Euro. Damit sind sie nur geringfügig teurer als konventionelle Hengstenberg-Produkte, aber deutlich günstiger als Premium-Veganmarken wie Followfood, die bis zu 4,50 Euro verlangen. Ziel ist es, pflanzliche Ernährung für alle erschwinglich zu machen.
Bleibt Hengstenberg ein Fleischproduzent?
Ja, Hengstenberg produziert weiterhin Fleischprodukte wie Fleischsalate. Die vegane Linie ist eine Ergänzung, kein kompletter Umstieg. Kritiker könnten von Greenwashing sprechen, aber das Unternehmen zeigt mit Investitionen in Nachhaltigkeit und regionalen Bio-Anbau einen ernsthaften Wandel. Ein 175 Jahre altes Unternehmen kann nicht über Nacht vegan werden – der Schritt ist pragmatisch und unterstützenswert.
Wann sind die veganen Produkte von Hengstenberg erhältlich?
Die vegane Produktlinie wird ab September 2026 in Deutschland in großen Supermarktketten wie Edeka, Rewe und weiteren erhältlich sein. Laut Unternehmensangaben umfasst das Sortiment Aufstriche, Salate und fermentierte Snacks. Die Preise sind auf Massenmarkt ausgelegt, um eine breite Zielgruppe anzusprechen.
Welche Auswirkungen hat die Tierhaltung auf das Klima?
Laut FAO (2025) ist die Tierhaltung für 14,5 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Deutschland trägt die Landwirtschaft etwa 8 % zu den Emissionen bei, wobei die Tierhaltung den größten Anteil hat (Umweltbundesamt). Durch vegane Alternativen können Verbraucher ihren CO2-Fußabdruck reduzieren, und Hersteller wie Hengstenberg unterstützen diese Möglichkeit mit pflanzlichen Produkten.
Sind fermentierte Produkte wie Sauerkraut vegan?
Ja, fermentierte Produkte wie Sauerkraut sind in der Regel vegan, da sie nur aus Kohl, Salz und Gewürzen bestehen. Hengstenberg nutzt seine Fermentations-Erfahrung, um innovative vegane Snacks wie Kimchi-Sauerkraut zu entwickeln. Diese Produkte sind nicht nur vegan, sondern auch probiotisch und fördern die Darmgesundheit, was sie besonders attraktiv macht.

Quellen

  1. BMEL – Ernährungsreport 2025
  2. Statista – Markt für vegane Lebensmittel in Deutschland
  3. McKinsey – Plant-based alternatives: The growth opportunity
  4. FAO – Livestock and climate change
  5. Umweltbundesamt – Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft
  6. Veganz Nutrition Report 2025
  7. GfK – Studie zu Markenwechsel und pflanzlichen Alternativen

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