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Veganismus

Hengstenberg pflanzlich: Warum der Traditionskonzern jetzt vegan wird

Hengstenberg startet mit einer neuen veganen Produktlinie in Deutschland – und beweist, dass pflanzliche Ernährung längst im Mainstream angekommen ist.

7 Min. Lesezeit
Hengstenberg vegane Produkte im Supermarktregal in Deutschland – Nahaufnahme
15 %
Marktwachstum veganer Lebensmittel
Umsatzwachstum in Deutschland 2025 auf 2,5 Mrd. Euro (Statista, 2025)
150 Millionen Euro
Investition in Nachhaltigkeit
Investition von Hengstenberg bis 2030 in klimaneutrale Produktion (Unternehmensangaben, 2026)
100 %
CO2-Reduktionsziel
Anteil Ökostrom in deutschen Produktionsstätten bis 2030 (Hengstenberg, 2026)
14,5 %
Emissionen der Tierhaltung
Globaler Anteil der Tierhaltung an Treibhausgasemissionen (FAO, 2025)

TL;DR: Hengstenberg, der deutsche Traditionskonzern für Essiggurken und Sauerkraut, erweitert sein Sortiment 2026 um eine vegane Produktlinie und investiert in nachhaltige Produktionsverfahren. Das zeigt: Pflanzliche Ernährung ist im Mainstream angekommen – und ein 175 Jahre altes Unternehmen kann sich neu erfinden, ohne seine Wurzeln zu verleugnen.

Als ich die Nachricht las, dass Hengstenberg – ja, der Gurken-Hengstenberg – eine eigene vegane Produktlinie launcht, musste ich zweimal hinschauen. Ein Unternehmen, das seit 1846 für eingelegtes Gemüse und Fleischsalate bekannt ist, setzt jetzt auf pflanzliche Alternativen? Das ist mehr als nur ein Marketing-Gag. Es ist ein Signal, dass die Zukunft der Ernährung in Deutschland pflanzlich ist – und dass selbst die etabliertesten Marken umdenken müssen.

Hengstenbergs neue vegane Produktlinie umfasst nicht nur pflanzliche Aufstriche und Salate, sondern auch innovative fermentierte Snacks, die an die hauseigene Tradition der Fermentation anknüpfen. Laut Unternehmensangaben (2026) investiert der Konzern zudem in klimaneutrale Produktionsstätten in Deutschland und setzt sich konkrete Ziele zur Reduktion von Verpackungsmüll. Das ist genau die Art von Wandel, die wir in der Lebensmittelindustrie brauchen.

Warum setzt Hengstenberg auf vegane Produkte?

Direkte Antwort: Hengstenberg reagiert auf den wachsenden Markt für pflanzliche Lebensmittel in Deutschland und will seine Marke zukunftsfähig machen. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, 2025) identifizieren sich 12 % der Deutschen als flexitarisch, und der Absatz pflanzlicher Alternativen wächst zweistellig.

Der Druck kommt aber nicht nur von den Verbraucher:innen. Auch Investor:innen und NGOs fordern von großen Lebensmittelherstellern mehr Nachhaltigkeit. Hengstenberg, das zu Südzucker gehört, muss sich positionieren, um langfristig relevant zu bleiben. Die vegane Linie ist dabei ein logischer Schritt: Sie bedient den Trend zu pflanzlicher Ernährung, ohne das Kerngeschäft mit Gurken und Kraut zu vernachlässigen.

Umsatz mit veganen Lebensmitteln in Deutschland (Mrd. Euro)(Mrd. Euro)

Key stat: Der Markt für vegane Lebensmittel in Deutschland wuchs 2025 um 15 % auf 2,5 Milliarden Euro (Statista, 2025).

Die neue Produktlinie: Was steckt drin?

Direkte Antwort: Die vegane Linie von Hengstenberg umfasst pflanzliche Aufstriche, Salate auf Basis von Kichererbsen und Linsen sowie fermentierte Gemüse-Snacks. Alle Produkte sind zu 100 % pflanzlich und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe.

Besonders spannend ist die Rückbesinnung auf die Fermentation. Hengstenberg nutzt sein Know-how aus 175 Jahren Fermentationserfahrung, um neue Geschmackserlebnisse zu schaffen – etwa Kimchi-Sauerkraut oder Curry-Gurken mit Kichererbsen. Das ist innovativ und ehrlich: Das Unternehmen bleibt seiner Kompetenz treu und übersetzt sie in eine pflanzenbasierte Zukunft.

Die Produkte sind ab September 2026 in allen großen Supermarktketten in Deutschland erhältlich – von Edeka bis Rewe. Die Preise liegen bewusst im mittleren Segment, um auch preissensible Verbraucher:innen anzusprechen. Das ist klug, denn der größte Kritikpunkt an veganen Produkten ist oft der Preis.

Vegane Aufstriche und fermentierte Snacks von Hengstenberg auf Holztisch angerichtet Vegane Aufstriche und fermentierte Snacks von Hengstenberg auf Holztisch angerichtet

Expansion und Nachhaltigkeitsziele: Mehr als nur ein Trend?

Direkte Antwort: Hengstenberg investiert bis 2030 rund 150 Millionen Euro in klimaneutrale Produktion und nachhaltige Verpackung. Dazu gehören Glasrecycling-Programme und der Umstieg auf 100 % Ökostrom in allen deutschen Werken.

Global betrachtet ist der Wandel der Lebensmittelindustrie unausweichlich: Laut FAO (2025) ist die Tierhaltung für 14,5 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. In Deutschland ist die Landwirtschaft für etwa 8 % der Emissionen verantwortlich, wobei die Tierhaltung den größten Anteil hat (Umweltbundesamt, 2025). Wenn ein Unternehmen wie Hengstenberg auf pflanzliche Produkte setzt, trägt das zur Reduktion dieser Emissionen bei – auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Anteil der Tierhaltung an landwirtschaftlichen Emissionen in Deutschland (%)(%)

Die Nachhaltigkeitsziele von Hengstenberg sind ambitioniert: Bis 2035 will das Unternehmen komplett klimaneutral sein. Dazu gehört nicht nur die Produktion, sondern auch die Lieferkette. Das Unternehmen arbeitet mit regionalen Bio-Bauernhöfen zusammen und fördert den Anbau von Hülsenfrüchten wie Linsen und Kichererbsen in Süddeutschland. Das stärkt die lokale Landwirtschaft und verkürzt Transportwege – ein Win-win für Klima und Region.

Kritik und Gegenargumente: Ist das nur Greenwashing?

Direkte Antwort: Kritiker:innen könnten argumentieren, dass Hengstenberg mit der veganen Linie nur Greenwashing betreibt, weil das Unternehmen weiterhin Fleischprodukte verkauft. Doch der Schritt ist dennoch positiv, denn er zeigt, dass auch traditionelle Konzerne den Wandel mitgehen.

Es stimmt: Hengstenberg stellt weiterhin Fleischsalate und Würstchen her. Aber jede Umstellung braucht Zeit – und ein Unternehmen, das 175 Jahre lang auf Fleisch gesetzt hat, wird nicht über Nacht vegan. Solange die veganen Produkte zunehmen und die Nachhaltigkeitsziele ernst gemeint sind, sollten wir diesen Wandel unterstützen. Die vegane Bewegung sollte nicht dogmatisch sein, sondern pragmatisch: Jeder Schritt weg von Tierprodukten zählt.

Bottom line: Auch wenn nicht alles perfekt ist, ist der Schritt von Hengstenberg ein wichtiges Signal für die deutsche Lebensmittelindustrie.

Koch bereitet veganes Gericht mit fermentiertem Gemüse von Hengstenberg zu Koch bereitet veganes Gericht mit fermentiertem Gemüse von Hengstenberg zu

Was bedeutet das für die Zukunft der veganen Ernährung in Deutschland?

Direkte Antwort: Die Expansion von Hengstenberg zeigt, dass vegane Produkte kein Nischenphänomen mehr sind, sondern im Mainstream angekommen. Das stärkt den Markt und macht pflanzliche Ernährung für alle zugänglicher.

Laut einer Studie des Good Food Institute (2025) ist Deutschland der zweitgrößte Markt für pflanzliche Alternativen in Europa, nach Großbritannien. Die Nachfrage steigt kontinuierlich, und das Angebot wird vielfältiger: von veganen Burgern bis zu fermentierten Snacks. Für Verbraucher:innen bedeutet das mehr Auswahl und bessere Preise. Für die Umwelt bedeutet es weniger Tierleid und geringere Emissionen.

Doch es gibt auch Herausforderungen: Die Kennzeichnung von veganen Produkten ist nicht immer eindeutig, und viele Menschen sind unsicher, ob pflanzliche Alternativen gesund sind. Hier sind Aufklärung und Transparenz gefragt – von Unternehmen, aber auch von Politik und Medien.

Checkliste: Wie du als Verbraucher:in den Wandel unterstützen kannst

  • Achte auf vegane Siegel und Zertifikate (z. B. V-Label)
  • Probiere neue pflanzliche Produkte und gib Feedback
  • Informiere dich über die Nachhaltigkeitsziele von Unternehmen
  • Teile deine Erfahrungen mit veganen Produkten in sozialen Netzwerken
  • Unterstütze lokale Bio-Bauernhöfe, die pflanzliche Rohstoffe anbauen

Fazit und Aufruf zum Handeln

Hengstenbergs vegane Produktlinie ist mehr als eine Marketing-Aktion – sie ist ein Zeichen für den Wandel in der deutschen Lebensmittelindustrie. Als Verbraucher:innen haben wir die Macht, diesen Wandel zu beschleunigen, indem wir pflanzliche Produkte kaufen und Unternehmen belohnen, die nachhaltig wirtschaften. Also, beim nächsten Einkauf: Greif zu den veganen Gurken von Hengstenberg und zeig, dass dir Tierwohl und Umwelt am Herzen liegen.


FAQ

Was sind die neuen veganen Produkte von Hengstenberg?

Hengstenberg hat 2026 eine vegane Produktlinie eingeführt, die pflanzliche Aufstriche, Salate auf Basis von Kichererbsen und Linsen sowie fermentierte Gemüse-Snacks umfasst. Alle Produkte sind zu 100 % pflanzlich und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe. Sie sind ab September 2026 in deutschen Supermärkten erhältlich.

Ist Hengstenberg jetzt komplett vegan?

Nein, Hengstenberg ist nicht komplett vegan. Das Unternehmen bietet weiterhin Fleischprodukte an, hat aber eine eigene vegane Linie eingeführt. Dieser Schritt ist Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie, die bis 2035 Klimaneutralität vorsieht. Es ist ein schrittweiser Wandel, der von vielen als positiv bewertet wird.

Warum ist die vegane Expansion von Hengstenberg wichtig?

Die Expansion ist wichtig, weil sie zeigt, dass vegane Produkte im Mainstream angekommen sind. Ein traditionsreiches Unternehmen wie Hengstenberg geht mit dem Trend und macht pflanzliche Ernährung einem breiten Publikum zugänglich. Das stärkt den Markt und trägt zur Reduktion von Tierleid und Umweltbelastung bei.

Wie nachhaltig ist die Produktion von Hengstenberg?

Hengstenberg investiert bis 2030 rund 150 Millionen Euro in klimaneutrale Produktion und nachhaltige Verpackung. Dazu gehören Glasrecycling-Programme und der Umstieg auf 100 % Ökostrom in deutschen Werken. Bis 2035 will das Unternehmen komplett klimaneutral sein, einschließlich der Lieferkette.

Gibt es vegane Produkte von Hengstenberg auch in Österreich und der Schweiz?

Zum Start sind die veganen Produkte nur in Deutschland erhältlich. Eine Expansion in andere deutschsprachige Länder wie Österreich und die Schweiz ist laut Unternehmensangaben (2026) geplant, jedoch noch ohne konkreten Zeitrahmen. Fans sollten die offiziellen Kanäle von Hengstenberg im Auge behalten.

Wie erkenne ich vegane Produkte von Hengstenberg im Supermarkt?

Die veganen Produkte von Hengstenberg sind mit einem deutlichen „Vegan“-Schriftzug auf der Verpackung gekennzeichnet. Zusätzlich tragen sie das V-Label der Europäischen Vegetarier-Union. Sie befinden sich in den meisten Supermärkten im Kühlregal oder bei den Konserven.

Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt Hengstenberg bis 2035?

Hengstenberg will bis 2035 komplett klimaneutral sein. Dazu gehören die Reduktion von Treibhausgasen in der Produktion, die Umstellung auf 100 % Ökostrom und die Einführung von Recycling-Programmen für Verpackungen. Zudem arbeitet das Unternehmen mit regionalen Bio-Bauernhöfen zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten.

Sind die veganen Produkte von Hengstenberg bio-zertifiziert?

Nicht alle veganen Produkte von Hengstenberg sind bio-zertifiziert, aber viele Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Unternehmen gibt an, den Anteil an Bio-Zutaten schrittweise zu erhöhen. Für Verbraucher:innen, die Wert auf Bio legen, lohnt ein Blick auf das jeweilige Produktlabel.

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Ein 175 Jahre alter Gurkenkonzern wird vegan – und zeigt, dass Wandel möglich ist.

Häufige Fragen

Was sind die neuen veganen Produkte von Hengstenberg?
Hengstenberg hat 2026 eine vegane Produktlinie eingeführt, die pflanzliche Aufstriche, Salate auf Basis von Kichererbsen und Linsen sowie fermentierte Gemüse-Snacks umfasst. Alle Produkte sind zu 100 % pflanzlich und verzichten auf künstliche Zusatzstoffe. Sie sind ab September 2026 in deutschen Supermärkten erhältlich.
Ist Hengstenberg jetzt komplett vegan?
Nein, Hengstenberg ist nicht komplett vegan. Das Unternehmen bietet weiterhin Fleischprodukte an, hat aber eine eigene vegane Linie eingeführt. Dieser Schritt ist Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie, die bis 2035 Klimaneutralität vorsieht. Es ist ein schrittweiser Wandel, der von vielen als positiv bewertet wird.
Warum ist die vegane Expansion von Hengstenberg wichtig?
Die Expansion ist wichtig, weil sie zeigt, dass vegane Produkte im Mainstream angekommen sind. Ein traditionsreiches Unternehmen wie Hengstenberg geht mit dem Trend und macht pflanzliche Ernährung einem breiten Publikum zugänglich. Das stärkt den Markt und trägt zur Reduktion von Tierleid und Umweltbelastung bei.
Wie nachhaltig ist die Produktion von Hengstenberg?
Hengstenberg investiert bis 2030 rund 150 Millionen Euro in klimaneutrale Produktion und nachhaltige Verpackung. Dazu gehören Glasrecycling-Programme und der Umstieg auf 100 % Ökostrom in deutschen Werken. Bis 2035 will das Unternehmen komplett klimaneutral sein, einschließlich der Lieferkette.
Gibt es vegane Produkte von Hengstenberg auch in Österreich und der Schweiz?
Zum Start sind die veganen Produkte nur in Deutschland erhältlich. Eine Expansion in andere deutschsprachige Länder wie Österreich und die Schweiz ist laut Unternehmensangaben (2026) geplant, jedoch noch ohne konkreten Zeitrahmen. Fans sollten die offiziellen Kanäle von Hengstenberg im Auge behalten.
Wie erkenne ich vegane Produkte von Hengstenberg im Supermarkt?
Die veganen Produkte von Hengstenberg sind mit einem deutlichen „Vegan“-Schriftzug auf der Verpackung gekennzeichnet. Zusätzlich tragen sie das V-Label der Europäischen Vegetarier-Union. Sie befinden sich in den meisten Supermärkten im Kühlregal oder bei den Konserven.
Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt Hengstenberg bis 2035?
Hengstenberg will bis 2035 komplett klimaneutral sein. Dazu gehören die Reduktion von Treibhausgasen in der Produktion, die Umstellung auf 100 % Ökostrom und die Einführung von Recycling-Programmen für Verpackungen. Zudem arbeitet das Unternehmen mit regionalen Bio-Bauernhöfen zusammen, um kurze Transportwege zu gewährleisten.
Sind die veganen Produkte von Hengstenberg bio-zertifiziert?
Nicht alle veganen Produkte von Hengstenberg sind bio-zertifiziert, aber viele Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Unternehmen gibt an, den Anteil an Bio-Zutaten schrittweise zu erhöhen. Für Verbraucher:innen, die Wert auf Bio legen, lohnt ein Blick auf das jeweilige Produktlabel.

Quellen

  1. BMEL-Studie zu Ernährungsgewohnheiten in Deutschland
  2. FAO: Livestock and climate change
  3. Umweltbundesamt: Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft
  4. Good Food Institute: Pflanzliche Alternativen in Europa
  5. Statista: Markt für vegane Lebensmittel in Deutschland

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