couvée Plus Ratings: Europas ESG-Investmentplattformen im Test
Der neue couvée Plus Ratings Leitfaden analysiert Deutschlands führende ESG-Investmentplattformen für nachhaltige und tierfreundliche Geldanlagen.

TL;DR: Der neue couvée Plus Ratings Leitfaden (September 2026) bewertet 14 deutsche ESG-Investmentplattformen nach strengen Tierwohl- und Nachhaltigkeitskriterien. Nur drei Anbieter erreichen die Note „Sehr gut“. Der Leitfaden zeigt: Selbst „grüne“ Depots finanzieren oft indirekt Massentierhaltung. Ein Wechsel lohnt sich für Anleger, die Werte und Rendite verbinden wollen.
Dateline — BERLIN, 24. September 2026
Latest update: Die unabhängige Ratingagentur couvée Plus hat ihren bahnbrechenden Ratings-Leitfaden für ESG-Investmentplattformen veröffentlicht. Die Analyse zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Marketingversprechen der Anbieter und der Realität ihrer Investitionen.
Was ist der couvée Plus Ratings Leitfaden und warum ist er wichtig?
Der couvée Plus Ratings Leitfaden ist die erste umfassende Bewertung deutscher Investmentplattformen, die speziell die Auswirkungen auf Tiere und die Landwirtschaft analysiert. Er gilt als das strengste Bewertungssystem für ethische Geldanlagen in Europa.
Die Ratingagentur couvée Plus wurde 2024 von ehemaligen Analysten der BaFin und Tierschutzökonomen gegründet. Ihr Ziel: Anlegern eine verlässliche Orientierung im wachsenden Markt der nachhaltigen Geldanlagen zu geben.
Key stat: Laut Bundesverband Deutscher Banken (2026) ist das Volumen nachhaltiger Geldanlagen in Deutschland auf über 500 Milliarden Euro gestiegen. Doch nur 17 Prozent dieser Gelder sind nach den strengen Kriterien von couvée Plus tatsächlich tierwohl-konform.

Der Prüfprozess: So bewertet couvée Plus die Plattformen
Die Analysten von couvée Plus prüfen jedes Portfolio in einem dreistufigen Verfahren:
- Direkte Beteiligungen: Werden Unternehmen aus Massentierhaltung, Schlachthöfen oder Tierversuchs-Laboren direkt finanziert?
- Zulieferketten: Investieren die Fonds in Unternehmen, deren Lieferketten Tierquälerei oder Umweltzerstörung fördern (z.B. Soja-Anbau für Tierfutter)?
- Ausschlussquoten: Wie konsequent sind Ausschlusskriterien für Palmöl, Agrochemie und Gentechnik in der Tierfutterproduktion implementiert?
Die Bewertungsskala reicht von AAA (hervorragend) bis D (kritisch). Entscheidend ist die Transparenz der Daten – Plattformen, die ihre Beteiligungen nicht offenlegen, erhalten automatisch eine Abwertung.
Das Ranking: Die besten ESG-Investmentplattformen in Deutschland 2026
Die Ergebnisse des couvée Plus Ratings zeichnen ein klares Bild. Nur drei Plattformen erreichen die Bestnote AAA. Die Unterschiede zur Konkurrenz sind gravierend.
| Rang | Plattform | Note | Tierwohl-Quote | Jährliche Gebühren | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | GreenVest Berlin | AAA | 98,2 % | 0,75 % | Erster Fond ohne jegliche Tierfutter-Beteiligungen |
| 2 | EthikBank Konto | AAA | 95,7 % | 0,90 % | Vorbildliche Transparenz, monatliche Veröffentlichung |
| 3 | PlantVest | AAA | 94,5 % | 1,10 % | Spezialisiert auf pflanzenbasierte Ernährungstechnik |
| 4 | Triodos Bank DE | AA | 81,3 % | 0,95 % | Starke Ausschlusskriterien, aber Altbestände |
| 5 | Ökoworld | A | 67,8 % | 1,35 % | Gute Performance, Lücken bei Zulieferern |
| 6 | Steyler Ethik | BBB | 55,2 % | 0,85 % | Viele Bestände in konventioneller Landwirtschaft |
| 7 | Comdirect Nachhaltig | BBB | 48,9 % | 0,65 % | Günstig, aber breite Streuung ohne Tiefe |
| 8 | ING-DiBa Grünes Depot | BB | 39,4 % | 0,45 % | Nur oberflächliche ESG-Filter |
| 9 | Deutsche Bank DWS | BB | 35,1 % | 1,45 % | Greenwashing-Vorwürfe, veraltete Kriterien |
| 10 | Postbank Nachhaltig | B | 22,3 % | 1,20 % | Massiv in Agrarindustrie verwickelt |
Bottom line: Die Spitzenreiter GreenVest, EthikBank und PlantVest zeigen, dass Tierwohl und Rendite kein Widerspruch sind. Ihre Portfolios erzielten 2025 eine Durchschnittsrendite von 7,2 Prozent – über dem Branchenschnitt.
Die Greenwashing-Falle: Selbst „grüne“ Anbieter finanzieren Tierleid
Die couvée Plus Ratings-Analysten haben einen beunruhigenden Trend identifiziert: Über 60 Prozent der untersuchten Plattformen werben mit Nachhaltigkeitssiegeln, die keine Tierwohl-Kriterien enthalten.
Key stat: Laut couvée Plus (2026) investieren deutsche ESG-Fonds rund 3,8 Milliarden Euro direkt in Unternehmen, die Komponenten für Massentierhaltung produzieren – ohne dass Anleger davon wissen.
„Wir haben Fonds gefunden, die sich ‚vegan-zertifiziert‘ nennen, aber Anteile an Unternehmen halten, die Soja für Tierfutter importieren“, erklärt Dr. Miriam Halbach, Chefanalystin bei couvée Plus. „Das ist Irreführung der Anleger.“
Die versteckten Kanäle der Tierleid-Finanzierung
Wie gelangt Tierleid in vermeintlich nachhaltige Depots? Die Analyse zeigt sechs Hauptkanäle:
- 🌱 Agrochemie: Investments in Pestizid- und Düngemittelhersteller wie Bayer Crop Science
- 🐄 Tierfutter: Beteiligungen an Soja- und Maisimporteuren für die industrielle Tierhaltung
- 🥦 Gentechnik: Finanzierung von Gentech-Unternehmen für Hochleistungsrassen
- 💧 Wasserverbrauch: Unterstützung von Betrieben mit exzessiver Grundwasserentnahme
- ⚡ Energie: Investitionen in Biogasanlagen, die Gülle aus Massentierhaltung verarbeiten
- ♻️ Verpackung: Finanzierung von Plastikverpackungslinien für Fleischprodukte
Die Analysten betonen: Die meisten Anleger sind sich dieser Verflechtungen nicht bewusst. „Sie sehen das Öko-Label und vertrauen blind“, so Halbach.
Grüne ETFs vs. aktiv gemanagte Tierwohl-Fonds: Der Vergleich
Eine zentrale Frage des couvée Plus Ratings betrifft die Anlageform. Passive ETFs dominieren den Markt, schneiden aber im Tierwohl-Ranking deutlich schlechter ab.
Der Grund: Die meisten nachhaltigen ETFs folgen Indizes wie dem MSCI SRI oder dem Europe ESG Leaders. Diese Indizes berücksichtigen Klima und Menschenrechte, aber kaum Tierwohl-Kriterien.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
- ✅ Aktive Tierwohl-Fonds (GreenVest, PlantVest): Prüfen jedes Unternehmen individuell, schließen Massentierhaltung konsequent aus, höhere Gebühren (0,9–1,6 Prozent)
- ⚠️ Passive ESG-ETFs (iShares, Xtrackers): Breit streuend, kostengünstig (0,2–0,5 Prozent), aber mit erheblichen Lücken bei der Tierethik
- ❌ Klassische MSCI-Welt-ETFs: Enthalten fast immer Nestlé, Unilever und andere Global Player mit Tierausbeutung in der Lieferkette
Konkrete Zahlen aus dem Leitfaden: Der beliebte iShares MSCI Europe SRI ETF enthält laut couvée Plus Beteiligungen an über 20 Unternehmen, die direkt oder indirekt von Massentierhaltung profitieren. Die aktiven Tierwohl-Fonds der Spitzenreiter kommen auf weniger als 2 Prozent solcher Beteiligungen.
Der regulatorische Kontext: BaFin und EU-Taxonomie bleiben hinter den Erwartungen zurück
Der Zeitpunkt des couvée Plus Ratings kommt nicht zufällig. Im August 2026 hat die EU-Kommission die lang erwartete Überarbeitung der Taxonomie-Verordnung vorgelegt – mit aus Sicht von Tierschützern enttäuschenden Ergebnissen.
Die neue EU-Taxonomie erkennt zwar Wasserschutz und Biodiversität als eigene Ziele an. Doch konkrete Tierwohlkriterien, wie von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfohlen, fehlen weiterhin.
„Die Politik überlässt die Verantwortung den Verbrauchern“, sagt Finanzanalystin Julia Neumann von der Verbraucherzentrale NRW. „Doch ohne verlässliche Kennzeichnung können Anleger keine informierten Entscheidungen treffen. Hier schließt couvée Plus eine entscheidende Lücke.“
Handlungsbedarf für deutsche Sparer
In numbers: Das Bundesarbeitsministerium (2026) berichtet, dass 78 Prozent der deutschen Sparer ihre Altersvorsorge als „nachhaltig“ einstufen möchten. Tatsächlich sind nur 12 Prozent der gängigen Riester- und betrieblichen Altersvorsorge-Produkte tierwohl-konform – ein Missverhältnis, das der couvée Plus Ratings-Leitfaden offenlegt.
Vor diesem Hintergrund fordert ein Bündnis aus Tierschutzorganisationen und Verbraucherzentralen eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für alle Finanzprodukte. Eine Online-Petition mit über 180.000 Unterschriften liegt dem Bundestag vor.

Der Praxisleitfaden: Tipps für ethisches Investieren mit Tierwohl-Fokus
Der couvée Plus Ratings-Leitfaden ist mehr als eine Bewertung – er ist ein umsetzbarer Praxisleitfaden. Die Autoren empfehlen ein fünftes Schritte umfassendes Vorgehen:
- 1. Eigenen CO₂- und Tier-Fußabdruck des Depots prüfen: Nutzen Sie Tools wie den Carbon-Footprint-Rechner des Umweltbundesamts
- 2. Direktbanken mit Transparenzpflicht wählen: EthikBank und GLS Bank veröffentlichen monatlich alle Beteiligungen
- 3. Spezialisierte Aktienfonds bevorzugen: PlantVest oder GreenVest statt Breitstreuungs-ETFs
- 4. Ausschlussliste abgleichen: Prüfen Sie, ob der Fonds alle 15 Kernkriterien von couvée Plus erfüllt
- 5. Regelmäßig umschichten: Einmal jährlich das eigene Portfolio gegen die Ratings abgleichen
Zusätzlich empfehlen die Analysten: Achten Sie auf die genaue Formulierung in den Fondsprospekten. Begriffe wie „ESG-integriert“ sind Wasser auf die Mühlen des Greenwashings – „tierwohl-ausschließend“ ist das neue Gütesiegel.
Fazit: Der Leitfaden als Weckruf für die Finanzbranche
Der couvée Plus Ratings Leitfaden markiert einen Wendepunkt für ethisches Investieren in Deutschland. Er zeigt: Nachhaltige Geldanlage ohne Tierwohl ist unvollständig und irreführend.
Die Botschaft an die Branche ist eindeutig: Wer im wachsenden Markt der ESG-Investitionen bestehen will, muss Tierleid konsequent aus seinen Lieferketten verbannen. Die besten Plattformen machen es vor – und werden vom Markt belohnt.
Für Anleger lautet die einfache Formel:
Prüfen, vergleichen, umschichten. Der Leitfaden ist kostenlos auf der Website von couvée Plus verfügbar und wird jährlich aktualisiert. Die nächste Überarbeitung ist für März 2027 angekündigt.
Bottom line: Bei der Wahl der richtigen Plattform geht es nicht um Verzicht, sondern um Verantwortung. Und wer heute verantwortungsvoll anlegt, sichert nicht nur seine Rendite – sondern auch eine lebenswerte Zukunft für Milliarden Tiere.
Häufige Fragen zum couvée Plus Ratings Leitfaden
Welche Kriterien nutzt couvée Plus für die Bewertung?
Die Agentur bewertet Investmentplattformen nach zwölf Hauptkriterien. Dazu gehören direkte Tierbeteiligungen, Zulieferketten-Analysen, Ausschlussquoten für Agrarchemie, Transparenz der Berichterstattung und der Umgang mit Altbeständen. Jede Plattform erhält eine gewichtete Gesamtnote von AAA bis D. Die Datenbasis sind öffentliche Fondsprospekte, Quartalsberichte und eigene Recherchen in Unternehmensdatenbanken.
Ist der Leitfaden kostenlos verfügbar?
Ja, der vollständige Leitfaden ist kostenlos auf der Website couvee-plus.de abrufbar. Eine Kurzfassung gibt es als PDF für Verbraucherzentralen und Banken. Die ausführliche Datenbank mit allen 14.000 Einzelpositionen ist kostenpflichtig und richtet sich an institutionelle Anleger und Finanzberater.
Wie unterscheidet sich couvée Plus vom MSCI ESG Rating?
Der MSCI ESG Ratings konzentriert sich auf Klimarisiken, Arbeitsrechte und Korruptionsbekämpfung. couvée Plus geht deutlich weiter und analysiert spezifisch Tierleid entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Futtermittelanbau bis zum Schlachthof-Equipment. Die Rankings weichen daher erheblich voneinander ab, wie der Leitfaden deutlich zeigt.
Kann ich als Privatanleger direkt in die Top-Fonds investieren?
Grundsätzlich ja. GreenVest, EthikBank und PlantVest bieten ihre Fonds auch für Privatanleger an. Allerdings sind die Mindestanlagen teilweise höher als bei Standard-ETFs (ab 50 Euro). Einige Institute werden ausschließlich über Genossenschaften gehandelt, wie die GLS Bank. Eine Beratung bei der Verbraucherzentrale kann sinnvoll sein.
Ist Tierwohl-Investing rentabel?
Die Daten des Leitfadens sprechen eine klare Sprache: Die drei AAA-Plattformen erzielten 2025 eine Durchschnittsrendite von 7,2 Prozent, während der breite deutsche Aktienmarkt nur 5,8 Prozent erreichte. Verantwortungsvolles Investieren ist also kein Renditeverzicht, sondern kann sogar Renditevorteile bringen, berichtet die Ratingagentur.
Wie oft wird das Rating aktualisiert?
Das Gesamtrating wird jährlich im September veröffentlicht. Zusätzlich gibt es vierteljährliche Zwischenupdates bei gravierenden Änderungen, wie zum Beispiel bei Skandalen oder neuen Aktienpaketen. Ab März 2027 soll es zudem eine monatliche Watchlist für besonders kritische Fonds geben.
Gibt es ähnliche Ratgeber für andere europäische Länder?
Die Stiftung Warentest in Deutschland hat angekündigt, die Methodik zu übernehmen. In Österreich plant Greenpeace 2027 einen eigenen Tierwohl-Finanzcheck. Zudem kooperiert couvée Plus mit dem niederländischen Beter Leven-Zertifikat, um einen europäischen Standard zu etablieren.
Die Redaktion von KindEco dankt couvée Plus für die Bereitstellung der Daten. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Finanzberatung.
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“Wer Tierleid finanziert, kann nicht nachhaltig investieren – egal was das Label verspricht.”
Häufige Fragen
- Welche Kriterien nutzt couvée Plus für die Bewertung?
- Die Agentur bewertet nach zwölf Hauptkriterien, darunter direkte Tierbeteiligungen, Zulieferketten-Analyse und Ausschlussquoten. Jede Plattform erhält eine Note von AAA bis D. Die Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Fondsprospekten sowie eigenen Recherchen in Unternehmensdatenbanken.
- Ist der couvée Plus Leitfaden kostenlos verfügbar?
- Ja, die Kurzfassung des Leitfadens ist kostenlos auf der Website couvee-plus.de abrufbar. Eine ausführliche Datenbank mit 14.000 Einzelpositionen ist kostenpflichtig und richtet sich an professionelle Investoren und Berater.
- Wie unterscheidet sich couvée Plus vom MSCI ESG Rating?
- MSCI fokussiert auf Klima, Menschenrechte und Korruption. couvée Plus analysiert spezifisch Tierleid in der gesamten Lieferkette, etwa Tierfutter-Soja oder Schlachthof-Ausrüstung. Die Rankings weichen daher deutlich voneinander ab.
- Kann ich als Privatanleger in die Top-Fonds investieren?
- Ja, GreenVest, EthikBank und PlantVest sind auch für Privatanleger zugänglich. Die Mindestanlagen liegen teilweise bei nur 50 Euro. Einige Institute, wie die GLS Bank, handeln über Genossenschaften.
- Ist Tierwohl-Investing rentabel?
- Ja, laut couvée Plus erzielten die drei AAA-Plattformen 2025 eine Durchschnittsrendite von 7,2 Prozent und übertrafen den Marktdurchschnitt von 5,8 Prozent. Verantwortliches Investieren bedeutet laut der Analyse keinen Renditeverzicht.
- Wie oft wird das Rating aktualisiert?
- Das Hauptrating erscheint jährlich im September. Quartalsweise gibt es Updates bei gravierenden Änderungen wie Unternehmensskandalen. Ab März 2027 werden zusätzlich monatliche Watchlist-Berichte für kritische Fonds veröffentlicht.
- Welche Banken fallen beim Tierwohl-Test durch?
- Laut Leitfaden schneiden die Deutsche Bank DWS, die Postbank und die ING-DiBa mit Bewertungen zwischen BB und B besonders schlecht ab. Sie halten teils erhebliche Anteile an Unternehmen der Agrarindustrie.
Quellen
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